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Arbeitsgruppen/Projekte

 

 

Arbeitsgruppe Photodokumentation von Gebäuden und ganzen Straßenzügen:

 Die Arbeitsgruppe hält bildlich die baulichen Veränderungen in Gauting und seinen Ortsteilen fest, teils durch Photos einzelner Gebäude, teils von ganzen Straßenzügen und dokumentiert so die Ortsbildveränderungen, derzeit zum Beispiel die Großbaustelle am Bahnhofsareal..

 

Arbeitsgruppe Baudokumentation:

 Die Arbeitsgruppe dokumentiert mit Plänen, Zeichnungen und Maßangaben fallweise bemerkenswerte Gebäude, die umgebaut oder abgerissen werden sollen, z.B. den Wunderlhof an der Starnbergerstraße in Gauting. Da seit einiger Zeit nichts derartiges ansteht, ruht diese Arbeitsgruppe.

 

Arbeitsgruppe Archäologie und Depot:

 Die Arbeitsgruppe betreut das Depot und die dort im PC erfaßten und in Kisten gelagerten Fundstücke mit allem, was dazu gehört: heraussuchen bestimmter Fundstücke zur wissenschaftlichen Auswertung z.B. ca 6000 Glasscherben, entsprechende Entnahmezettel schreiben und in der Datenbank vermerken; ebenso die "rückwärtige" Abwicklung, wenn die Fundstücke von den Wissenschaftlern zurückgebracht werden: wieder in die richtigen Kisten zurücklegen, Entnahmezettel entwerten, in der Datenbank als zurückgegeben kennzeichnen. Die gleiche Prozedur steht an, wenn wir Fundobjekte für Ausstellungen an andere Institutionen ausleihen oder auch für eigene Ausstellungen entnehmen.

Da in Gauting immer wieder gegraben wird (sowohl im Bereich des römischen Vicus als auch in Arealen der (früh-)mittelalterlichen Bebauung) und dabei auch Fundstücke zuTage gefördert werden, müssen diese, sofern sie uns übergeben werden, sachgerecht behandelt und in unserer Datenbank erfaßt werden.

Nachdem wir selber keine Grabungen mehr durchführen, haben wir im Depot aufgeräumt und uns von diversen Utensilien getrennt. Im Laufe des Jahres 2019 wurde die Fahrzeughalle über unserem Depot saniert und unser eigener Sanitärbereich fertig gestellt. Durch den Einbau einer schweren Brand- und Diebstahlschutztür  haben wir in 2020 auch die Funde noch besser gesichert. Nach der Montage weiterer Regale konnten wir endlich auch unsere bislang in Umzugkartons schlummernden Bücher zugänglich machen. Die zugehörige Katalogisierung im PC entspricht aber nicht mehr dem aktuellen Bestand; hier ist Nacharbeit fällig.

 

Arbeitsgruppe Friedhofsthemen:

Die Arbeitsgruppe kümmert sich um bemerkenswerte und erhaltenswerte Grabmale auf dem Gautinger Waldfriedhof. Bei Bedarf organisiert sie auch Führungen durch den Friedhof zu ebensolchen Gräbern.

Zum 100-jährigen Bestehen des Gautinger Waldfriedhofs 2012 hat sie ein Buch verfaßt und herausgebracht: „100 Jahre Waldfriedhof Gauting“ Autoren: W. Fürnrohr, R. Hennings, F. Höpner, E. Knobloch, E. v. Lochner, E. Meier, R. Schwarzbeck, M. v. Taube

Titelbild "100 Jahre Waldfriedhof"

In 3 1/2 Jahren haben die Autoren viele Informationen gesammelt, Angehörige befragt, Grabsteine untersucht und fotografiert und umfangreiche Literaturstellen gesichtet. Entstanden ist ein Werk, das auf 175 Seiten einen Spiegel der Ortsgeschichte darstellt. Dabei erzählen 72 Kurzbiographien das Leben von Gautinger Bürgern, von bekannten Künstlern, Widerstandskämpfern und anderen prominenten Menschen, die hier ihre letzte Ruhe fanden. Zahlreiche Abbildungen, vor allem von Grabsteinen, vermitteln einen Eindruck von der einzigartigen Atmosphäre dieser Waldfriedhofs-Anlage. Einbezogen sind auch der Jüdische Friedhof und das Mahnmal für die Opfer des Leidensweges der Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau.

Eigenverlag 2012; ISBN: 978-3-936300-75-8; Preis: 12,00 €

Erhältlich in der Buchhandlung Kirchheim und Gemeindebücherei, beide Gauting und bei unseren Jours fixes.

 

Arbeitsgruppe Kalender/Jahresheft:

 Die Arbeitsgruppe  suchte jahrelang Motive und Bilder unter einem bestimmtem Titel zusammen, photographierte auch selber und verfaßte entsprechende erklärende Texte dazu, um so archäologisches und geschichtliches Wissen über Gegebenheiten im Oberen Würmtal von Starnberg bis Stockdorf und den angrenzenden Anhöhen links und rechts der Würm zu verbreiten und wach zu halten. Der Kalender-Absatz nahm in den letzten Jahren aber kontinuierlich ab, sowohl bei den Mitgliedern als auch generell im Handel, so dass Zeitaufwand und Kosten in keinem guten Verhältnis mehr zum Erfolg stehen. Daher gab es für 2019 erstmalig keinen GfAG-Kalender.

Die Arbeitsgruppe widmet sich  jetzt sttattdessen unserem in 2020 für 2019 erstmalig erschienenen Jahresheft  "Archäologie & Geschichte  - Gauting 202x". Das neue,  wieder etwa 40 Seiten starke Heft soll gratis an die Mitglieder zusammen mit dem Protokoll der diesjährigen Mitgliederversammlung verschickt werden. Für Nichtmitglieder wird es bei der Buchhandlung Kirchheim gegen eine kleine Schutzgebühr erhältlich sein.

 

Arbeitsgruppe Zeitgeschichte:

 Die Gruppe Zeitgeschichte dokumentiert die Zeitgeschichte für Gauting (und das Würmtal) und befragt dazu Zeitzeugen.

Wir führen im Vereinsnamen die Themenfelder „Archäologie“ und „Geschichte“.  Während wir von Beginn an in Sachen Archäologie schwerpunktmäßig tätig waren (Grabungen, Depot-Arbeit, Jours fixes, Ausstellungsbesuche, Exkursionen, …) beschränkte sich die Beschäftigung mit der Geschichte Gautings und des Würmtales seit vielen Jahren weitgehend auf die Betrachtung der Zeitgeschichte, speziell die Zeit am Ende des II. Weltkrieges und die ersten Nachkriegsjahre - und da meist speziell mit dem Geschehen im DP-Hospital Gauting.(siehe weiter unten "frühere Aktivitäten").  

Nun wollen wir dem Themenfeld Geschichte gemäß unseres Vereinsnamens künftig mehr Aufmerksamkeit schenken. (Siehe dazu auch unter der Rubrik Geschichte.) Viele beratende Gespräche hat es dazu iim Jahr 2019 gegeben, im Vorstand, mit dem Beirat, mit Mitgliedern, mit Externen. Dabei wurde uns immer klarer, dass das Thema Befragung von Zeitzeugen, die als Flüchtlinge oder Vertriebene nach dem II. Weltkrieg ins Würmtal / nach Gauting kamen, am vordringlichsten ist, weil diese Personen heute zwischen 80 und 100 Jahre alt sind.  Die anonymisierte Darstellung, wie es diesen Personen im Würmtal ergangen ist, wollen wir in einer Dokumentation veröffentlichen.   

Dazu haben wir mehrere Dokumente erstellt: einen umfangreichen Fragenkatalog für die Interviews,(dem ein von uns modifizierter, amtlicher Fragenkatalog zugrunde liegt ,) eine darus gewonnene, kurze Fragenliste, die die zu interviewenden Personen zusammen mit einem gewinnenden Anschreiben jeweils vorab bekommen, damit sie ungefähr wissen, worüber wir dann miteinander sprechen wollen (siehe unten). Die ersten Interviews haben seit Okrtober 2019 schon statt gefunden, mit einigen anderen Zeitzeugen folgten in 2020 weitere Interviews.Seit längerer Zeit ruhen diese Interviews wegen der Einschränkungen durch Corona, obwohl wir noch mehrere Gespräche mit Kandidaten avisiert haben. Trotzdem suchen wir natürlich  über die bisherigen 20 noch möglichst viele weitere betroffene Personen, um für unsere Dokumentation eine breite, fundierte Basis zu bekommen.

Wenn Sie selber als Flüchtling oder Heimatvertriebener nach dem II. Weltkrieg ungefähr bis 1950 ins Würmtal gekommen sind und uns davon erzählen wollen oder jemanden kennen, der das gerne täte, sprechen Sie uns bitte an.

Ihr Angebot erreicht uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder Tel. 089 / 850 42 64 oder per Post an Bahnhofstr.30, 82131 Gauting.  Wir freuen uns auf Sie!

Vorab-Fragenliste für Zeitzeugen (eine DIN A4-Seite):

Fragenliste zur Befragung von Zeitzeugen zum Themenkomplex „Flucht - Vertreibung - Integration"   -  Die folgende Fragenliste zum Thema "Entwurzelung und Heimatsuche" ist als Diskus­sions- und Arbeitsgrundlage für ein zeitgeschichtliches Erkundungsprojekt gedacht.  Den gewissenhaften Gebrauch und Schutz Ihrer personenbezogenen Daten sichern wir Ihnen zu.

  1. a) Fragen zu Ihrer Person:  z.B.: wo und wann (Jahr) sind Sie geboren?
  1. b) Fragen zu Beruf und Lebenssituation in der alten Heimat:   z.B.: welchen Beruf bzw. welche Tätigkeit haben Sie, bzw. Ihr Eltern in der alten Heimat ausgeübt?
  1. c) Fragen zu Flucht / Vertreibung / Umsiedlung:  z.B.: was war der unmittelbare Anlass für Ihre Flucht, bzw. was erfuhren Sie über den Grund Ihrer Vertreibung?
  1. d) Fragen zur Ankunft in der neuen Heimat:   z.B.: wo fanden Sie eine erste Unterkunft im Würmtal?
  1. e) Fragen zum Einleben in der neuen Heimat:  z.B.: wie entwickelte sich Ihre Wohnsituation?
  1. f) Fragen zu Beziehungen zur alten Heimat:   z.B.: mach(t)en Sie Besuchsreisen in die alte Heimat?

Die Fragestellungen haben wir entnommen einer Publikation „Entwurzelung und Heimatsuche“, herausgegeben vom Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung, Donauwörth 1992. Modifiziert durch Gesellschaft für Archäologie und Geschichte – Oberes Würmtal e.V., Gauting (2019)

 

Frühere Aktivitäten dieser Arbeitsgruppe:

Zwischenbericht vom 10. 11. 2000 von Herrn Prof. Dr. Fürnrohr

Zwischenbericht vom 31. 12. 2004 von Herrn Prof. Dr. Fürnrohr

 Im Jahr 2005 ist im Zusammenhang mit dem 60. Jahrestag des Kriegsendes das Buch unserer Mitglieder Prof. Dr. Walter Fürnrohr und Felix Muschialik im P. Kirchheim-Verlag erschienen.:

Aus dem Klappentext:

„Das DP-Hospital Gauting (Krankenhaus für tuberkulosekranke Displaced Persons) wurde von der amerikanischen Besatzungsmacht im Mai 1945 auf dem Gelände der ehemaligen Luftwaffenkaserne, später Lungenkrankenhaus, 20 km südwestlich von München eingerichtet und im weiteren Verlauf von UNRRA und IRO verwaltet. Von 1945 bis 1952 lebten und starben dort KZ-Überlebende und „Zwangsarbeiter“, Juden und Angehörige von 30 Nationen in aller Welt.

Dem Gedenken der Toten und der Erforschung des bedeutenden Ortes und seines außergewöhnlichen Mikrokosmos ist diese erste Aufarbeitung gewidmet.

Die dreisprachige Patientenzeitung „Unser Leben“ (jiddisch, polnisch, deutsch) ist ebenso wie die Festschrift zur 1000. Sendung von „Radio Gauting“, dem Krankenhausradio, als Faksimile vollständig abgedruckt – eine hochinteressante Lektüre.“

Die zeitraubende Behandlung der an Tuberkulose Erkrankten und die anschließende, lange Phase der Rekonvaleszenz hatte Aufenthaltsdauern von bis zu 5 und 8 Jahren zur Folge. Durch die Initiative einer beachtlichen Zahl von Patienten entstand in dieser Zeit ein eigenes kulturelles Leben, dessen Zeugnisse durch die Forschungsarbeiten unserer Arbeitsgruppe für Zeitgeschichte unter der Leitung von Prof. Dr. Fürnrohr wieder zugänglich gemacht wurden.

Wer sich für Zeitgeschichte interessiert, wird aus diesem intensiv recherchierten und sauber reproduzierten Material eine Fülle neuer Erkenntnisse gewinnen können.

Walter Fürnrohr, Felix Muschialik : Überleben und Neubeginn - DP-Hospital Gauting ab 1945 mit Faksimile-Abdruck der Patientenzeitung „Unser Leben“ von 1947 – 1948

 P. Kirchheim Verlag (www.kirchheimverlag.de);   ISBN 3-87410-102-9       Preis: € 34,90

Ermöglicht wurde das Erscheinen dieses Buches durch die großzügigeDruckkosten-Beteiligung  folgender Sponsoren:

Sparkassenstiftung Gauting-Starnberg, Gemeinde Gauting, Gegen Vergessen - für Demokratie e.V.,  Frau Luitgard Kirchheim, Gauting  und Herr Dr. Ekkehard Knobloch, Gauting; außerdem hat die Bayerische Zentrale für politische Bildung einen beträchtlichen Teil der Auflage übernommen.

Sie alle haben dankenswerterweise dazu beigetragen, dass das Buch zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt gebracht werden konnte.

 Kontakt: 

Wer zu dieser oder jeder anderen Arbeitsgruppe etwas beisteuern kann, ist herzlich eingeladen, Kontakt mit uns aufzunehmen Tel. 089 -8504264